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Geschichte des Pokers
Es gibt viele Theorien über das Pokerspiel und seine Ursprünge, doch am wahrscheinlichsten ist, dass das, was wir heute als Poker kennen, auf verschiedene Teile vieler unterschiedlicher Spiele zurückgeht. Im Jahr 900 v. Chr. erfanden die Chinesen eine Version des chinesischen Dominos, die allgemein als Urform des Pokerspiels gilt. Um 1480 kamen die Franzosen nach New Orleans und brachten das französische Kartenspiel „Poque“ mit. Dabei handelte es sich vermutlich um einen Vorläufer des heutigen Pokerspiels in Bezug auf das Bluffen und Wetten. Eine andere Theorie stellt einen Bezug zum deutschen Pochspiel her. Auch in diesem Spiel wird geblufft und wenn Spieler aussteigen, klopfen sie auf den Tisch, was in etwa einem Call beim heutigen Poker entspricht.
Die Geschichte des Pokers in den USA ist bekannter; die USA sind das Land, das wohl die meisten Menschen mit dem heutigen Spiel in Verbindung bringen. Das Pokerspiel „reiste“ von New Orleans per Dampfschiff den Mississippi und den Ohio hinauf. Anschließend wurde das Spiel durch Pferde, Wagen und Züge verbreitet. Varianten wie das Stud Poker und das 5-Card-Draw-Poker gewannen während des Bürgerkriegs an Popularität. In den 1830ern begann man die Regeln mithilfe von Regelbüchern zu standardisieren. Im Wilden Westen setzte sich das Spiel rasch durch. Vor allem in den Bars, wo clevere Spieler wussten, wie man schnell zu Geld kommt, fand das Spiel großen Anklang.
Gesetze und Bestimmungen
Poker war das ideale Spiel im damaligen Wilden Westen. Man musste stets auf der Hut sein und eine Menge Selbstvertrauen haben, um seine Absichten zu verbergen, und schon damals war das Spiel mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. 1910 war es in Nevada ein Verbrechen, Wettgeschäfte zu tätigen. Die Gesetze gegen Kartenspiele konnten jedoch das 5-Card-Draw-Poker nicht aufhalten, da der Staatsanwalt von Kalifornien erklärte, dass diese Art des Pokerns auf Können beruhe. Stud Poker galt jedoch als reines Glücksspiel und wurde deshalb als illegal erklärt. Das 5-Card-Draw-Poker erlebte eine Blütezeit und verbreitete sich in Windeseile. 1931 ändere Nevada seine Gesetzgebung, die das Glücksspiel verbot, und wurde damit der einzige Staat in den Vereinigten Staaten, der das Spielen im Kasino erlaubt. Das blieb so bis 1978, als Atlantic City seinem Beispiel folgte. Poker ist noch immer durch eine Reihe von Glücksspielgesetzen streng reglementiert, dennoch ist es das meist gespielte Kartenspiel der Welt. Bars haben Platz geschaffen für Spielkasinos und auf der ganzen Welt finden Turniere und Wettkämpfe statt.
Poker heute
Ein völlig neuer Personenkreis hat das Pokerspiel aufgrund des beträchtlichen Einflusses, den das Onlinepoker heute hat, für sich entdeckt. Mittlerweile ist Internet-Poker ganz selbstverständlich geworden und viele der heute erfolgreichen Spieler haben ihre Karriere im Internet begonnen. Seit Ende der 1990er sind im Internet mehr und mehr Pokerräume entstanden. Die Massenmedien haben diesen Pokertrend aufgegriffen und verschiedene Fernsehsender übertragen inzwischen eine Reihe von Pokerereignissen.
In Schweden hat Svenska Spel im März 2006 das Pokerspiel im Internet eingeführt. Schätzungen zufolge verzeichnet der regulierte schwedische Glücksspielmarkt in diesem Jahr insgesamt einen Umsatz von etwa SEK 36,5 Milliarden (ca. 4 Milliarden Euro). Das bedeutet einen Zuwachs von fast einer Milliarde SEK im Jahresvergleich. Der Gesamtbetrag umfasst den Nettoumsatz (Umsatz minus Gewinnauszahlung) der Pokerspiele im Internet und im Casino Cosmopol von Svenska Spel.
Poker Texas Hold’em
In den vergangenen Jahren wurde Poker immer mehr mit Texas Hold’em („Der Cadillac unter den Pokerspielen“) gleichgesetzt, das eindeutig das meist gespielte Pokerspiel sowohl online als auch in den Kasinos ist. Die Regeln sind einfach, doch es erfordert eine Menge Übung und Erfahrung, wirklich gut zu werden.
Erste Einsatzrunde
Das Spiel beginnt damit, dass die beiden Spieler links vom Kartengeber ihre Small und Big Blinds entrichten. Der erste Spieler links vom Kartengeber entrichtet ein Small Blind und der zweite ein Big Blind. Diese Einsätze sind vorgeschrieben und müssen bei jedem Deal in den Pot eingezahlt werden. Anschließend werden an jeden Spieler verdeckt zwei Karten ausgegeben; diese Karten dürfen niemandem gezeigt werden. Diese Karten werden auch als Taschenkarten oder Hole Cards bezeichnet. Anhand dieser zwei Karten entscheiden Sie, ob Sie weiterspielen.
Der Spieler links neben dem Big Blind (d. h. der dritte Spieler nach dem Kartengeber) beginnt die erste Einsatzrunde.
Der Spieler kann dabei wählen, ob er mitgehen (den Mindesteinsatz bringen), den Pot erhöhen (mindestens um den Big Blind) oder passen möchte.
Sobald der Spieler seine Entscheidung getroffen hat, ist der nächste Spieler links von ihm an der Reihe. Die erste Einsatzrunde ist beendet, wenn alle Spieler dieselbe Summe gesetzt oder gepasst haben.
Zweite Einsatzrunde (Flop)
Nach der ersten Einsatzrunde deckt der Geber in der Tischmitte drei Karten auf – Gemeinschaftskarten. Diese Karten heißen Flop. Eine zweite Runde mit Einsätzen folgt. Der Spieler, der zuerst seinen Einsatz bringt und „under the gun“ ist, entscheidet, ob er setzt (in dieser Runde entspricht der Mindesteinsatz dem Small Blind) oder „checkt“. Checken bedeutet, dass man mitgeht ohne Erhöhen. Dies ist möglich, wenn in dieser Runde vorher noch keiner erhöht hat. In diesem Fall können alle Spieler checken (wenn niemand vorher erhöht hat), mitgehen, erhöhen oder passen. Normalerweise sind bei dieser Runde zwei oder drei Einsatzrunden erlaubt.
Dritte Einsatzrunde (Turn)
Nach der zweiten Einsatzrunde deckt der Dealer in der Tischmitte eine weitere Karte auf. Diese heißt Turn oder Fourth Street. Die Karte steht ebenfalls allen Spielern zur Verfügung. Die dritte Einsatzrunde läuft genauso ab wie die zweite. Sie ist vorbei, wenn jeder dieselbe Summe in den Pot eingezahlt hat, alle in der Runde gecheckt oder gepasst haben (nach dem Einsatz eines Spielers).
Vierte Einsatzrunde (River)
Schließlich wird eine fünfte Gemeinschaftskarte (River) ausgegeben. Dies ist die letzte aufgedeckte Karte, welche die Spieler verwenden können, um ihr Blatt zu vervollständigen. Eine letzte Einsatzrunde findet statt, in der die Spieler, die nicht gepasst haben, das bestmögliche Blatt zusammenstellen, indem sie Ihre beiden Taschenkarten und die fünf Gemeinschaftskarten auf dem Tisch miteinander kombinieren. Das Blatt muss insgesamt aus fünf Karten bestehen, d. h. zwei Karten zählen nicht zum Blatt. Der Spieler mit dem besten Blatt gewinnt den Pot. Haben mehrere Spieler das gleiche Blatt, wird der Pot aufgeteilt.
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